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Freiwillige Feuerwehr Magdeburgerforth feiert ihr 80-jähriges Bestehen

Ortswehr fast am Boden und kommt zurück

Neben zahlreichen Glückwünschen konnten sich Ortswehrleiter Andreas Hübe und seine Kameraden auch über die spontane Aufnahme von vier Kameraden freuen. Damit zählt die Ortswehr jetzt 24 Mitglieder und zwei in der Alters- und Ehrenabteilung. „Hut ab vor der ,gesundheitlichen‘ Situation, in der Ihr Euch mit 80 Jahren noch befindet. Weiter so“, freute sich Möckerns Stadtbürgermeister Frank von Holly. Wie schon in der Vorwoche beim 80-jährigen Bestehen der Reesdorfer Ortswehr lobte Frank von Holly dass „die Arbeit der Ortsfeuerwehr auch ortsübergreifend funktioniert“. Stadtwehrleiter Torsten Quandt überbrachte ebenso Glückwünsche wie Mario Strübing, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Jerichower Land, der Ortswehrleiter Andreas Hübe auch mit dem Ehrenzeichen des Kreisverbandes auszeichnete. Spontan spendete Frank von Holly eine Geldsumme für die Jugendfeuerwehr. Carsten Müller, Vorstandsmitglied des Traditionsvereins Kleinbahn des Kreises Jerichow, überreichte nicht nur ein Präsent, sondern auch einen Freifahrtschein mit der Kleinbahn für die gesamte Ortswehr. Ortswehrleiter Andreas Hübe blickte in seinem Bericht auf die nun 80-jährige Geschichte der Ortswehr zurück, die am 19. Juni 1934 gegründet wurde. Zum ersten Wehrleiter wurde Herrmann Herzlieb ernannt. Schon 1935 mussten die Kameraden zeigen, was sie drauf haben, als die Scheune von Eichelmanns in Flammen stand. Die erste Motorspritze vom Typ „Fladerer“ wurde 1936 angekauft. Die TS 4/4 wurde im Krieg von den Alliierten Kräften eingezogen. 1937 übernahm Alfred Ebert die Aufgabe des Wehrleiters. Als er 1941 eingezogen wurde, führte Paul Krause bis zu dessen Rückkehr 1945 kommissarisch die Wehr weiter. Aus Altersgründen gab Alfred Ebert seinen Posten 1964 an Wolfgang Kürschner ab. Dieser legte 1986 aus gesundheitlichen Gründen sein Amt nieder. Danach wurde der Posten kommissarisch bekleidet, was aber unbefriedigend war. Die Wehr lag fast am Boden. „Am 1. Juni 1994 wurde zur Neugründung der FFw Magdeburgerforth eingeladen. 30 Männer und Frauen bekundeten ihre Mitgliedschaft. Ottfried Gaul wurde zum neuen Wehrleiter gewählt“, so Andreas Hübe. 2006 übergab er das Amt an Andreas Hübe. Die Brandschutzgruppe fiel nicht nur durch gute Leistungen auf Wirkungsbereichsausscheiden auf, sondern auch durch gute Arbeit in der Gemeinde, so Andreas Hübe. In den 70-er Jahren wurde die erste Frauenmannschaft gebildet. Zahlreiche Brände mussten die Kameraden im Laufe der Jahre löschen. Andreas Hübe: „Besonders bleibt uns wohl der 25. Juni 2012 in Erinnerung, als es in der Forstschule brannte.“ Die Magdeburgerforther Kameraden unterstützten aber auch die Kameraden der Stadt Genthin, so die Tucheimer Wehr bei Scheunenbränden, die Genthiner Wehr bei Waldbränden und die Schopsdorfer Wehr auf der Autobahn. Durch Sponsorengelder konnte das erste Fahrzeug gekauft werden. Am 4. Juni 1994 wurde aus Lübars ein LF 8/8, Baujahr 1961, geholt. Das Auto passte aber nicht durch das Tor des Gerätehauses. Eingebrochen wurde kurz danach auch. Der Ruf nach einem Neubau des Gerätehauses wurde immer größer. 1998 war der Umzug in das neue Haus dann abgeschlossen. Am 1. Dezember 2004 bekam die Wehr ein nagelneues Löschfahrzeug LF 10/6. Später kam noch ein Mannschaftstransportwagen dazu. Für die Kameraden gab es aber nicht nur Einsätze. Andreas Hübe: „Auch die Teilnahme an Wettkämpfen bringen Freude und stärken die Kameradschaft. Stolz können wir behaupten, dreifacher Sieger des Wettkampfes ,Stärkste Wehr‘ in Schopsdorf zu sein.“ Seit der Neugründung der Wehr schwankt der Mitgliederbestand. Es hat sich aber ein Kern gebildet, der durch dick und dünn geht, ist der Ortswehrleiter stolz auf seine Kameraden. „Bei der Jugend sind die Zahlen stabil. Wir können auf unseren Nachwuchs stolz sein, auch dank der Jugendwarte.“ „Es wird wahrlich nicht leichter, unser Gemeinde- und Feuerwehrleben aufrecht zu erhalten. Aber auf unsere Kameradschaft und auf unsere Wehr können wir stolz sein“, zog Ortswehrleiter Andreas Hübe abschließend sein Fazit.